Blick durch den Bauzaun. Infoakademie 3.0 10


Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie eine Mitgliederseite mit bezahltem Content undBaustelle mehr als 1000 Bestandskunden umzieht und gleichzeitig redundant neu aufgebaut wird, dann ist diese neue Beitragsserie genau das richtige für Sie. Hier erleben Sie Live mit, wie es gemacht wird.

Aber rudern wir erstmal ein paar Schritte zurück. Warum das ganze? Die Infoakademie betreibe ich mittlerweile fast 3 Jahre und die dabei gemachten Erfahrungen, vom richtigen Hosting bis zum bevorzugten Zahlungsverhalten der Kunden, kann ich nun in ein völlig neues System einfließen lassen und dieses Wissen vor allem meinen Kunden, praktisch zum Nachbau zur Verfügung stellen.

So wird diese ganze Geschichte natürlich auch meinen Mitgliedern als ausführlicher Schritt-für Schritt-Videokurs für Nichttechniker, zur Verfügung gestellt.

Fangen wir einfach mal beim Hosting an:

Meine ersten Webseiten incl. der Infoakademie 1.0 liefen noch auf einem dedizierten Server. Das hatte den Vorteil alles selbst frei konfigurieren zu können oder besser zu müssen. Außerdem wollte ich natürlich auch genug Rechenpower und Reserven haben.

Was mir allerdings von Anfang an nicht gefiel: Alles liegt zentral an einem Ort. Daten, Domains und Datenbanken.

Ist mal der Server weg – ist alles weg. Unangenehme Vorstellung. Eine gut gezielte DOS-Atacke (Denial of Service) auf das Teil und der Ofen ist erstmal aus. Was übrigens auch immerhin zweimal passiert ist. Was nach einem Jahr Beobachtungszeit allerdings noch stärker ins Gewicht fiel ist die Auslastung..

Selbst an Power-Tagen, wo knapp 1000 Besucher gleichzeitig auf dem System waren (was selten genug vorkommt), entlockt das einem gut konfiguriertem Server mit schneller Internetanbindung nicht einmal ein leises Zucken. Völlig überdimensioniert…. (Könnte mich immer kringeln vor Lachen, wenn mal wieder bei einem Launch meiner Kollegen wegen des großen Ansturmes angeblich ein Server zusammenbricht) Zwinkerndes Smiley

Als zweites Problem kam dann noch das System an sich dazu. So lief das Blog der Infoakademie schon immer unter WordPress. Der Mitgliederbereich aber läuft unter Drupal und die Angebotsseiten und Squeezepages waren reine HTML-Seiten.

Für Drupal gab es dann noch eine ziemlich frikelige PHP-Scriptsammlung namens AMPAT, welches sich damals Heiko Häusler für seinen Abomasterplan programmieren lies. Allerdings muss man dazu sagen, dass es damals das einzige System war, welches zumindest halbautomatisch mit deutschen Zahlungsanbietern klargekommen ist und der Support war auch wirklich gut.

Alles in allem gestaltete sich allein schon das Anlegen eines Produktes als echte Herausforderung. Vom Streben nach der berühmten 4 Stunden-Woche mehr als meilenweit entfernt. Wenn man jetzt Drupal und WordPress vergleicht, ist dass eher so als ob man Lego und Playmobil vergleichen würde.

Mittlerweile lässt sich aber mit WordPress so ziemlich alles mögliche anstellen, selbst ziemlich coole Community-Funktionen lassen sich mit ein paar Tricks anflanschen.

Momentan läuft die Infoakademie auf dem Speedlauncher-System von Daniel Dirks, welches auch einige nette Features hat aber eher für Anfänger geeignet ist und solche Freigeister wie mich, doch etwas einschränkt.

Darüber hinaus bieten wir unseren Mitgliedern nach Möglichkeit nur Lösungen an die keine zusätzlichen Kosten verursachen und trotzdem funktionieren und so wird es mit der Infoakademie auch selbst umgesetzt.

Meine Wahl fällt also auf WordPress und ein völlig dezentrales und verteiltes Hosting von Webspace, Datenbanken und Domains und natürlich auch der Videos. Aber keine Angst, es ist wirklich kinderleicht umzusetzen, wenn man einmal weiß wie es geht.

DezentralesHosting

Mit dieser Konfiguration ist es nun möglich die Domain innerhalb weniger Minuten auf beliebigen Webspace umzuleiten und so Server oder Datenbankausfällen entgegenzuwirken oder einfach bei Bedarf auf einen schnelleren Provider umzuleiten. Darüber hinaus werden die Video-Embed-Links, automatisch getauscht wenn es Probleme mit einem Videohoster gibt. Auch wenn man keinen Wohnsitz in Deutschland hat kann jetzt einfach eine .de Domain über eine Treuhänderschaft registriert werden u.v.m.

Dieses Konstrukt sieht auf den ersten Blick recht kompliziert aus, ist aber auch für einen Techniklaien kinderleicht umzusetzen, bietet eine Menge Vorteile und ist obendrein auch noch deutlich günstiger.

Im nächsten Beitrag erfahren Sie wie es genau funktioniert, was ich für meine Kunden und mich realisieren werde, was ich mit meinem alten Provider 1&1 für eine Odyssee durchlebt habe und wie Sie ganz einfach große Datenmengen quer durchs Netz schaufeln ohne erst umständlich per FTP alles down- und wieder upzuloaden.

 

Viel Spass bei allem was Sie tun.

Ihr Mike Niesen


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10 Gedanken zu “Blick durch den Bauzaun. Infoakademie 3.0

  • MACDalchow

    Hallo Mike,

    sehr interessant durch den Bauzaun blicken zu dürfen. Da ist man echt gespannt zu lesen wie es weiter geht und vorallem wie die umsetzungen im Einzelnen dann durchgeführt werden.
    Ich denke jeder hatte schon mal Probleme mit ausfallenden Servern bei seinem Hoster und hier eine dezentrale Lösung zu haben ist etwas da ich mir immer sehr kompliziert vorgestellt haben.
    Hier zu Verfolgen wie du das ganze Umsetzt wird sicherlich viele anregen es dir nach zu tun. Gerade nach den letzten Tagen in denen ich persönlich recht viel Probleme mit den Zugängen bei 1und1 hatte und der Herr Marcel Davis konnte sich dann doch nicht so schnell, wie er in der Werbung verspricht, um alles kümmern, ist dies genau die Artikel Serie auf die ich gewartet habe. Also Feuerfrei und weiter so, ich bin gespannt :-)

  • Manfred

    Hallo Mike,
    eine interessante Konstruktion.
    Ist es sicher dass Hostgator externen Zugriff auf die Datenbanken gewährt?
    All-Inkl und soviel ich weiß auch hosteurope unterbinden dies. Also immer ‚localhost‘
    Die Idee:
    – Domain Registrar http://www.do.de
    – Webhosting z.B. All-Inkl
    – Datenbank bei x,y,z
    … das gefällt mir :)

    Ich wünsche dir viel Erfolg
    Manfred

    • Mike Niesen Beitragsautor

      Hallo Manfred,

      ein externer Zugriff auf die Datenbanken ist gar nicht nötig und so Geschichten wie ODBC und VPN wären für die meisten meiner Mitglieder viel zu kompliziert. Wir haben uns da eine eigene Lösung einfallen lassen. Davon aber in den nächsten Beiträgen mehr.

      Grüße
      Mike

  • Kai

    Das finde ich einen guten Lösungsansatz, was mir noch nicht ganz klar ist, wie das mit der Synchronisierung geht.
    Viele grüße
    Kai

  • Astrid Süselbeck

    Hi Mike,

    obwohl ich jetzt schon einiges an Erfahrung im Internet Marketing habe, ist die Technik für mich immer wieder eine Herausforderung. So habe ich den obigen Beitrag auch nicht völlig verstanden. Daher bin ich auf die nächsten Artikel und vor allem die neue Infoakademie (bin Mitglied) umso mehr gespannt.

    Viel Erfolg.

    Gruß
    Astrid

  • Jan

    Sehr interessante Serien-Idee. Da bin ich auf jeden Fall gespannt, vor allem auf die Infoakademie 3.0… Die dritte Auflage, die dritte Hosting-Lösung. Ein Perfektionist am Werk 😉 Viel Erfolg! Ich lass mich überraschen…